Artenschutzgruppe Steinkauz

Die Gruppe

Schon seit nunmehr 40 Jahren (seit 1976) kümmert sich der NABU Köngen-Wendlingen um die Steinkauzbestände der umliegenden Gemeinden. Gegründet wurde die Artenschutzgruppe Steinkauz von Dieter Schneider, welcher zu diesem Zeitpunkt verletzte Vögel in seiner Voliere pflegte. Wie es der Zufall so wollte erhielt er eines Tages von einem Kaminfeger eine kleine Eule, die sich nach dem Waschen und dem Entfernen des Rußes, schnell als Steinkauz entpuppte. Von diesem Kauz fasziniert, entstand sofort das Anliegen, den Beständen dieser bedrohten Eulenart auch in unserer Umgebung zu helfen. Es entstand schnell eine Gruppe von begeisterten Bastlern, welche Niströhren für den Steinkauz anfertigten und diese auf den Streuobstwiesen rund um Köngen und Wendlingen verteilten. Überraschend wurden diese Röhren schon 1977 angenommen, als sich das erste Brutpaar niederließ und gleich drei Jungkäuze hervorbrachte. Von diesem Zeitpunkt an entwickelten sich, aufgrund der engagierten Arbeit der Betreuer, die Bestände besser als erwartet. 40 Jahre später im Jahr 2016 konnten somit von 35 Paaren insgesamt 74 Jungkäuze auf den Gemarkungen von Köngen, Wendlingen, Notzingen, Oberboihingen und Dettingen unter Teck beringt werden.

 

Im Moment besteht die Gruppe aus den drei in diesem Gebiet aktiven Beringern Dieter Schneider (ebenfalls Beringer der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalke), Klaus Lobitz, Philip Rößler, Jens Polzien und Gerhard Deuschle, sowie den vielen aktiven Helfern. Von dieser Gruppe wird viel zeitaufwendige Arbeit verrichtet. Diese besteht vor allem darin jedes Jahr die Steinkauzröhren zu reinigen und auszubessern, neue Steinkauzröhren aufzuhängen, Röhren zu kontrollieren um ihre Belegung festzustellen und im Verhören (Kontrolle eines Reviers mit Hilfe einer Klangatrappe), dem Beringen von Jungvögeln, sowie der Kontrolle von Altvögeln. Auf diese Weise kommen jedes Jahr beachtliche 300 Arbeitsstunden zustande.

 

Die erhobenen Daten werden digital aufgezeichnet und gelangen nach einer ersten Auswertung und Sichtung vor Ort dann zum Max-Planck-Institut für Ornithologie nach Radolfzell, wo die Daten wissenschaftlichen Studien zugute kommen. Mit der dort vorhandenen Datenbank ist es uns auch möglich jeden beringten und wieder gefundenen Kauz zu identifizieren, wodurch Wanderbewegungen und Sterblichkeit dieser interessanten Vögel untersucht werden können.

2017 konnte mit 33 Paaren ein Ergebnis von 66 Jungkäuzen erzielt werden. Von den 33 Paaren waren 22 erfolgreich in der Aufzucht der Jungen. Wie man in im Diagramm sieht hat sich über die letzten 40 Jahre die Population im Gebiet kontinuierlich verbessert.  

Sollten sie Interesse für unsere Arbeit und den Steinkauz bekommen haben, so empfehlen wir ihnen unsere öffentlichen Veranstaltungen wie die Steinkauzverhörung und die Schauberingung, welche jedes Jahr stattfinden.

 

Für weitere Fragen stehen wir natürlich auch gerne zur Verfügung und so zögern sie nicht uns über den NABU Köngen-Wendlingen zu kontaktieren. 

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