Zauneidechse (Lacerta agilis)

 

Auf den Gemarkungen Köngen und Wendlingen ist von den heimischen Eidechsenarten nur die Zauneidechse verbreitet. In Baden-Württemberg ist sie mit Ausnahme der Hochlagen von Schwäbischer Alb und Schwarzwald annähernd überall anzutreffen. Weitere Eidechsenarten in unserer Gegend sind die Wald- und die Mauereidechse. Die etwas weniger wärmebedürftige Waldeidechse löst die Zauneidechse vor allem in höheren, waldreicheren Lagen ab. Die nächstgelegenen Vorkommen dieser Art liegen in den Waldgebieten von Schurwald und Schönbuch sowie auf der Schwäbischen Alb. Die wärmebedürftigere Mauereidechse hat ihr Hauptverbreitungsgebiet dagegen eher weiter südlich. Bei uns besiedelt sie nur wärmebegünstigte Tieflagen (z.B. Bahnanlagen im Raum Stuttgart).

Von den beiden anderen hier verbreiteten Eidechsenarten unterscheidet sich die Zauneidechse vor allem durch die relativ plumpe Gestalt. Zudem wirken Beine und Schwanz vergleichsweise kurz und gedrungen. Insbesondere zur Paarungszeit sind die Flanken der Männchen leuchtend grün. Das Weibchen ist bräunlich gefärbt. Weitere charakteristische Merkmale bei beiden Geschlechtern sind das auffällige dunkle Rückenband und die hellen, schwarz eingerahmten Augenflecken an den Flanken.

Die Zauneidechse benötigt Lebensräume mit hoher struktureller Diversität. Wichtig ist eine enge räumliche Verzahnung von Sonnplätzen (z.B. Holz, Steine, trockene Vegetation) und geeigneten Versteckmöglichkeiten (z.B. dichte Vegetation, Mauerspalten, Nagetierbauten). Sind diese Habitatvoraussetzungen erfüllt, besiedelt sie ein breites Lebensraumspektrum. Besonders häufig ist sie an Wegböschungen, in Weinbergen und in Gartengebieten anzutreffen. Auf den Gemarkungen Köngen und Wendlingen besiedelt sie insbesondere die kleinparzellierten Garten- und Streuobstgebiete.

Die Zauneidechse benötigt Lebens- räume mit hoher struktureller Diversität. Wichtig ist eine enge räumliche Verzahnung von Sonnplätzen (z.B. Holz, Steine, trockene Vegetation) und geeigneten Versteckmöglichkeiten (z.B. dichte Vegetation, Mauerspalten, Nagetierbauten). Sind diese Habitat- voraussetzungen erfüllt, besiedelt sie ein breites Lebensraumspektrum. Besonders häufig ist sie an Wegböschungen, in Weinbergen und in Gartengebieten anzutreffen. Auf den Gemarkungen Köngen und Wendlingen besiedelt sie insbesondere die kleinparzellierten Garten- und Streuobstgebiete.

Auch wenn die Zauneidechse bei uns noch weit verbreitet ist, sind ihre Bestände in den letzten Jahrzehnten dennoch zurückgegangen. Die Ursachen für den Rückgang sind insbesondere Intensivierungsmaßnahmen in der Landwirtschaft und im Weinbau. Dadurch gehen die für die Tiere wichtigen Kleinstrukturen (s.o.) verloren. Weitere Lebensraumverluste erleidet die Zauneidechse in unserem Raum durch die ausufernde Siedlungsentwicklung. Gärten als potenzielle Lebensräume werden zudem häufig durch übertriebenen Ordnungssinn als Reptilienlebensraum entwertet. Hier kann jeder einzelne durch das Zulassen von mehr Strukturvielfalt im eigenen Garten zum Überleben der Zauneidechse und vieler anderer Tierarten beitragen.