Halsbandschnäpper (Ficedula albicollis)

 

Der Halsbandschnäpper stößt bei uns auf seine nordwestliche Verbreitungsgrenze. Sein Hauptverbreitungsgebiet liegt in Osteuropa. In Baden-Württemberg ist er vor allem im mittleren Neckarraum verbreitet. Auch in Köngen und Wendlingen ist er in den Streuobstwiesen regelmäßig zu finden.

 

 

Das Männchen fällt durch seine kontrastreiche schwarzweise Färbung mit dem namensgebenden weißen Halsband auf. Beim Weibchen ist die Oberseite grau gefärbt. Als Zugvogel überwintert der Halsbandschnäpper im tropischen Afrika und kommt bei uns zwischen Mitte April und Anfang Mai an. Zum Brüten nutzt er Baumhöhlen oder Nistkästen. Aufgrund seiner vergleichsweise späten Ankunft in den Brutgebieten muss er häufig mit Höhlen vorliebnehmen, die von Standvögeln (z.B. Meisen) oder früher heimkehrenden Vögeln (z.B. Star, Gartenrotschwanz) übrig gelassen wurden.

 

Die Brutbestände des Halsbandschnäppers sind bei uns in den 70er Jahren stark zurückgegangen und haben sich seitdem auf vergleichsweise niedrigem Niveau stabilisiert. In der Roten Liste gilt er daher als gefährdet. Hauptrückgangsursache ist der Verlust von Streuobstwiesen durch Siedlungs-/ Straßenbau, Nutzungsaufgabe oder landwirtschafliche Intensivierungsmaßnahmen. Durch eine Verschärfung des Artenschutzrechtes sowie die Ausweisung von Europäischen Vogelschutzgebieten muss der Halsbandschnäpper bei Baumaßnahmen heute umfassend beachtet werden. Da dies insbesondere bei der Planung von Baugebieten regelmäßig der Fall ist, wird die Art heute auch "Bürgermeistervogel" genannt.

 

Zum Schutz der Art können wir vor allem durch den Erhalt von Streuobstwiesen und das Aufhängen von Nistkästen beitragen. Eine gewisse Freizeitnutzung der Grundstücke schadet dem Halsbandschnäpper dabei nicht, solange der Baumbestand erhalten bleibt und ein ausreichendes Nistplatzangebot zur Verfügung steht.

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